Zurück von der OOP 2009 (München)
1. Februar 2009 – 14:30 von RoyIch bin zurück von der diesjährigen OOP 2009, die in München stattfand. Und um es schon mal vorwegzunehmen, ich bin richtig begeistert. Viele interessante Vorträge und vor allem unterhaltsame KeyNotes von namhaften Sprechern bis hin zu einem angenehmen Rahmenprogramm lassen mich zu diesem Urteil kommen. Und nein, ich habe keine rosarote Brille auf. Zwei Vorträge habe ich wegen beginnender Kopfschmerzen auf Grund mangelnder Qualität des Inhalts sowie der Sprecher verlassen müssen. Ich konnte die gewonnene Zeit aber sinnvoll damit verbringen, mich mit einigen Ausstellern über interessante Themen, wie Scrum oder Testautomatisierung zu unterhalten.
Zusammenfassen würde ich die OOP mit eigenen Worten wie folgt: Wie entwickelt man Software. Das Vortragsspektrum handelte dieses Thema von “Wie entwerfe ich qualitativ hochwertige Architekturen” bis “Wie kann das Ganze nachhaltig dokumentiert werden” und “Wie gehe ich dabei vor” ab. Von Vorträgen über Soft Skills bis zur Anwendung von Design Patterns war alles dabei. Angesprochen durften sich dabei alle beteiligten Rollen eines Software-Projekts fühlen; vom Manager und Architekten bis zum Programmierer und Tester. Es war also für Jeden was dabei.
Meine persönlichen Highlights waren die beiden KeyNotes von Tom DeMarco und Horst Zuse (Sohn von Konrad Zuse). Ich fand es sehr interessant solche Leute mal live auf der Bühne sprechen zu hören. Beide KeyNotes waren sehr unterhaltsam. DeMarco sprach in seiner KeyNote über die negativen Auswirkungen von Prozessoptimierung und Produktivität. Leider kann ich mich nicht mehr an alle Einzelheiten seines Vortrags erinnern aber Sven Schneider hat das Ganze auf seinem Blog schön zusammengefasst. Nach der KeyNote hat DeMarco fleißig Autogramme verteilt, von denen ich mir gleich mal eines abgeholt habe. Die KeyNote von Prof. Dr. Horst Zuse fand ich sehr interessant da es hier ausnahmsweise mal weniger um aktuelle Trends und Entwicklungen ging sondern um den Ursprung des Computers und das Lebenswerk seines Vaters.
Alles in allem also eine gelungene Veranstaltung, die sich für mich persönlich auf jeden Fall gelohnt hat. Auch nächstes Jahr werde ich versuchen wieder dabei sein zu können. Auf der diesjährigen OOP habe ich genügend Material, Ideen und Anreize erhalten die mich sicher bis zur OOP 2010 beschäftigen werden. Wer weiterführende Informationen über die OOP sucht findet alles nötige auf www.oop2009.de.

2 Responses to “Zurück von der OOP 2009 (München)”
Sicher ist Tom DeMarco eine interessante, einnehmende Persönlichkeit, doch reitet er sein Pferd auch langsam zu Tode.
Auch finde ich seinen “typisch amerikanischen” Schreibstil zwar eingängig aber auch sehr ermüdend (die deutschen Übersetzungen sind da noch schlimmer als die Originale ) und seine Werke sind voll von Wiederholungen (man könnte fast sagen: “Hast Du ein Buch von DeMarco gelesen, hast Du alle gelesen…” ).
Was mich aber wirklich interessieren würde: Welche beiden Vorträge hast Du denn vorzeitig verlassen? Gerne auch per eMail…
By Robert Wachtel on Feb 1, 2009
Du hast sicherlich Recht, Tom DeMarco hat eben einen Stil, dem er treu bleibt. Warum sollte das auch bei Non-Fiction anders sein als bei Unterhaltungsliteratur. Dan Brown z.B. war ja auch sehr erfolgreich mit immer dem gleichen Schema…
Tom hat aber eine Message, die noch immer nicht bei jedem angekommen ist, und ich bin der Meinung, dass viele seiner Aspekte zu einer Verbesserung der Projektwelt führen können.
By Sven on Feb 1, 2009